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Lentschow mit Teichen, Pferden & Katzenkopfsteinpflaster

Lentschow ist kein Dorf aus dem man als Wanderer möglichst schnell wieder raus in die „eigentliche“ Natur möchte, es ist ein Dorf zum Verweilen, Gucken, Ruhe hören und finden. Sterile Vorgärten werden Sie hier genauso wenig finden wie nackte Asphaltstraßen. Stattdessen Kopfsteinpflaster und Sandwege, blumenreiche Bauerngärten, Kleinst-Äcker mit Kartoffeln und Sonnenblumen, Pferdekoppeln, spielende Katzen, Hühner, einen Bienenwagen und zahlreiche Frösche in den beiden Teichen. Die Teiche wurden im 19. Jh. zur Fischzucht angelegt, dabei wurde das natürliche Moorsystem stark in Mitleidenschaft gezogen. Mitte der 1990 wurden die Teiche wieder stärker angestaut, der Wasserspeiegel stieg wieder an. Im hinteren Bereich sind noch die abgestorbenen Baumstümpfe als Relikte des niedrigeren Wasserspiegels zu erkennen sind.

Das Gut wurde 1934 „aufgesiedelt“, d.h. aus Flächen der Gutswirtschaft wurden einzelne, kleinere landwirtschaftliche Einheiten gebildet. Im Ort wurden so 26 neue Gehöfte angesiedelt. Charakteristische Höfe aus dieser Zeit mit der Einteilung 1/3 Wohnhaus und 2/3 Stall sind auch heute noch mit ihren Bauerngärten und kleinen Kartoffelfeldern und Streuobstwiesen zu erkennen. Was in anderen Regionen über sogenannte Dorfsanierungsmaßnahmen bis zur Mitte der 70er Jahren zerstört wurde, lässt sich hier ohne jeglichen Kitsch bzw. touristische Aufbereitung in voller Authentizität erleben.

Zwischen den beiden Teichen und Kopfweiden bieten Sitzbänke eine gute Rastmöglichkeit: Die dörfliche Ruhe wird von tanzenden Mücken, mückenfressenden Fröschen, fröscheverschlingenden Ringelnattern, ringelnatterjagenden Seeadlern und Störchen nur unwesentlich beeinflusst…