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Wikingergräber & Altes Lager Menzlin

 

Im Ortsteil Menzlin befindet sich direkt an der Peene die unglaublich idyllisch gelegenen Wikingergräber aus dem 8. bis frühen 10. Jh. Diese schiffsartigen Steinsetzungen sind als archäologische Sensation für den südlichen Ostseeraum bewertet worden. Teilweise von der Binnendüne übersandete Gräber, der Blick übers Peenetal, urwüchsige, urzeitliche Landschaft, Ruhe, durchbrochen vom Ruf eines jagenden Fischadlers lassen diesen Ort sehr mystisch erscheinen. Es gibt nur noch wenige Orte, an denen Historie derart authentisch und unberührt nachempfunden werden kann.

Ein „Muss“ für alle frühgeschichtlich Interessierte mit Phantasie und Vorstellungsvermögen, denn bislang erfolgte hier keine museale Aufbereitung, so dass eine sehr individuelles Erleben dieses Ortes noch möglich ist. – Wer mehr wissen und erleben will, kann auch an einer höchst originellen Führung eines der letzten Überlebenden aus dieser Zeit teilnehmen.

 

 

Tip zum Weiterlesen: Andreas Pfitzmann: Vom Wikingerlager zum Mustergut von Menzlin / Vorpommern. In: Heimathefte für Mecklenburg und Vorpommern, Heft 4, 2005, S. 29-34.

 

Menzliner Deichpfade

Der Parkplatz liegt ganz pietätslos direkt auf der alten Slawensiedlung aus dem 8. Jahrhundert. Auf der Infotafel in der Schutzhütte finden Sie den genauen Lagebezug. Auf dem Weg laufen Sie über die vergangene Siedlung hinweg zum kleinen Hafen Menzlin. Wir folgen dem Deich am linken Ufer bis zu einem Rohr. An dieser Stelle stand das Schöpfwerk, das bis 2000 den Grundwasserspiegel im Polder Menzlin senkte, so dass die früheren Feuchtwiesen zu Intensivgrasland umgewandelt wurden.
„Von der Graswüste zur Wasserwüste! – diese Graswüste stellte früher die Futtergrundlage für 1.000 Kühe der LPG dar, die Wasserwüste heute Futtergrundlage für 1.000 Wildvögel“, so kommentierte ein Mitglied der ehemaligen LPG Menzlin die Überflutung des Polders.
Diese „Wasserwüste“ macht allerdings einen recht vitalen Eindruck: Im nährstoffreichen Flachwasser haben seit 2000 viele Arten ein neues Zuhause gefunden. Wasserknöterich, Laichkräuter und jüngst auch Seggen bilden Brut- und Rastplätze für unterschiedlichste Vogelarten: Tauch- und Schwimmenten, Gänse, Schwäne, Seeschwalben, Greifvögel und Reiher. – Solche Polder haben sich ferner zu den wichtigsten Laich- und Aufzuchtgewässern z.B. für Hechte im Peenetal entwickelt.
Weiter entlang am kleinen Kanal auf dem ehemaligen Deich. Dieser Deichpfad führt ca. 2,5 km ein mal um den vernäßten Polder. Eine offene Frage ist, wie sich der vernässte Polder in Zukunft entwickeln wird. Der kommende Wegabschnitt in Richtung Osten zeigt bereits einen wesentlich stärker verlandeten Flachwassersee mit Röhricht und Ried. Ob und wie schnell sich hier wieder torfbildende Verhältnisse und damit Moorwachstum einstellen, ist bislang weitgehend unbekannt und Gegenstand aktueller Forschungen.