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Netzebander Steinkreis

Von Netzeband startend, gehen Sie auf dem Weg gen Norden, durchqueren die weitläufige Zieseniederung (eine Brücke führt Sie hier über den Mühlgraben), nach ca. 500 m im Wald sehen Sie den "Wegestein" und folgen dem Pfeil nach rechts. Nach ca. 15 Min. entdecken Sie dann den Steinkreis (weitere Schilder weisen Ihnen den Weg).

Der Steinkreis stammt aus der vorrömischen Eisenzeit und gilt als eines der herausragenden archäologischen Denkmale in Nordostdeutschland. Hier wurde schon mehrfach gegraben, um die Geschichte der frühen Germanen zu erforschen.

1992 wurden im Wurzelballen einer vom Sturm umgeworfenen Birke zahlreiche Urnen der Eisenzeit und auch einen relativ gut erhaltenen Bronzeeimer gefunden. Zum ersten Mal erwähnt wurde das Bodendenkmal bereits 1826. Der grüne Holz- Wegweiser mit der Aufschrift  „zu den sieben Steinen“ hat nur etwas mit der mythischen Zahl sieben zu tun. Von mindestens neun, vielleicht sogar elf Steinen wurde berichtet. Heute sind jedoch nur noch fünf erhalten. Schuld ist ausgerechnet ein Förster, der das Denkmal 1888 zum Teil zerstörte.

Es wird vermutet, dass der Netzebander Steinkreis eine Einfriedung eines Friedhofes war. Genutzt wurde er im 1. und 2. Jahrhundert um Christi, wobei einige Gräber gar noch älter sein sollen.

Nach älteren Berichten gab es im Netzebander Wald zwei oder gar drei Steinkreise. - Es gibt also noch mehr zu entdecken...

Quelle: Oberdörfer, E. (2006): Ostvorpommern. Ein Reise- und Lesebuch. Bremen.